Tief im Wald

17:56:00






„Tief im Wald stand ein kleines Holzhaus. Es war leuchtend weiß gestrichen, hatte neun freundliche Fenster und eine rote Haustür.

Eines Tages kam eine Maus an dem Holzhaus vorbei. «Das sieht aus wie ein richtig guter Ort für eine kleine Maus wie mich», sagte sie sich und schlüpfte hinein.

Das dachten sich auch die anderen Tiere des Waldes – auch der für das Haus viel zu große Bär! Wird er alles wieder in Ordnung bringen können, nachdem das kleine Holzhaus unter ihm zusammengebrochen ist?“


Christopher Corr

Seitenanzahl: 40
Hardcover
Preis: 18 Euro

ISBN: 978 3 907114001


Christopher Corr ist ein Illustrator aus London, der schon an mehreren Buchprojekten beteiligt war und dessen Zeichenstil sich durch die Verwendung von starken Farben und fast schon kindlichen Formen und Charakteren auszeichnet. 

„Tief im Wald“ ist eine süße kleine Geschichte über eine Gruppe Tiere im Wald, die sich gemeinsam ein Zuhause aufbauen. Als die kleine Maus eines Tages ein verlassenes Holzhaus findet, erkennt sie schnell, dass es sich hier sehr gut Leben lässt. Nach und nach wächst die Gruppe der Tiere. Jedes Tier wird freundlich in der Wohngemeinschaft aufgenommen, bis plötzlich ein Bär vor der Tür steht, der leider so groß ist, dass er nicht einmal durch die Tür passt. Bei seinem Versuch doch irgendwie hinein zu kommen zerstört er das Haus. Alle Tiere, auch der Bär, sind sehr traurig deswegen, weswegen der Bär beginnt ein neues Haus zu bauen. Gemeinsam errichten alle Tiere ein größeres, schöneres Haus, in dem sie alle gemeinsam leben können.


Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ist auch bei den Kinder mit denen ich sie gelesen habe sehr gut angekommen (w7 und m2 ). Die Zeichnungen haben etwas sehr märchenhaftes. Sie sind teilweise sehr plakativ gehalten und prägen sich durch die bunten, kräftigen Farben gut bei Kindern ein. Der Verlag empfiehlt das Buch für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren und ich denke die Empfehlung ist ganz gut. Durch die kurzen Textabschnitte und die großflächigen Zeichnungen, hat jedoch auch der zweijährige seinen Spaß damit gehabt. Hier muss man nur mit den Seiten etwas aufpassen, sonst ist da schnell mal ein Riss drinnen. Die Seiten sind aber für Bilderbücher dieser Größe überraschend dick und stabil. Die sieben-, fast achtjährige fand die Geschichte ebenfalls schön und hatte auch den ein oder anderen Gedanken zur Geschichte und dessen Bedeutung während dem lesen mit mir geteilt.

Das Highlight ist für mich jedoch die Covergestaltung. Die Geschichte ist wohl eine Nacherzählung eines russischen Volksmärchen und das Cover spiegelt diesen Charakter für mich einfach genau wieder. Auch die Haptik des Buches gefällt mir sehr gut. Die Oberfläche fühlt sich sehr angenehm unter den Fingern an und alles wirkt generell sehr hochwertig.


Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte vermittelt meiner Meinung nach gute Werte. Die Tiere akzeptieren einander trotz ihrer Unterschiede, der Bär hat ein schlechtes Gewissen, weil er das Haus der anderen Tiere zerstört hat und macht es nicht nur dadurch wieder gut, dass er es neu aufbaut, sondern wird dabei auch noch von den anderen Tieren unterstützt. Diese sind nicht nur nicht nachtragend, sondern lassen ihn auch wie selbstverständlich bei Ihnen leben, als das Haus wieder aufgebaut ist. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sterne. 



Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Liebe Grüße,





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2 Kommentare

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