Die Sache mit den Träumen - Brief an mein 17. Jähriges-Ich.

13:46:00


Neulich bin ich zufällig auf meine „über mich“-Seite gestoßen. Als ich die vor all diesen Jahren erstellt habe war ich 17 und wusste mit meinem Leben noch nicht viel anzufangen. Seit dem ersten Entwurf wurde diese Seite schon hunderte male ergänzt und angepasst, wobei ich aber immer darauf bedacht war, auch den alten Text stehen zu lassen. Als Erinnerung an andere Zeiten.
Eine Sache ist mir besonders ins Auge gefallen: Die Sache mit den Plänen.


My Futer Listography, Briefe an mich selbst, Bucketlist, Hirschbettwäsche

[...] Auch wenn in dem Wort „verplant“, das Wort „Plan“ steckt und ich definitiv verplant bin, habe ich genau das nicht. Einen Plan. Dafür viele Hoffnungen und am Ende kommt doch eh immer alles anders, als man eigentlich erwartet hätte, oder etwa nicht?“

Oder etwa nicht? Liebes 17. Jähriges-ich, darauf habe ich immer noch keine Antwort. Inzwischen haben wir einen Plan. Einen ziemlich langwierigen und relativ komplizierten sogar. Wir haben auch immer noch viele Hoffnungen und Träume. Ich habe manchmal Angst, dass es zu viele sind. Zu viele für ein Leben. Gleichzeitig hänge ich aber an meinen Plänen und Träumen, da warst du wohl entspannter und erwachsener als ich. Das Problem ist, dass manche unserer Träume nicht zu unserem Plan passen und das obwohl unser Plan definitiv auf einen unserer Träume hinarbeitet.
Es tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, aber wir haben nie angefangen Jura zu studieren. Wir werden wohl nie eine so coole Staatsanwältin wie Casey Novak aus „Law und Order“ werden. Ich weiß es ist hart, aber blond steht uns wahrscheinlich eh nicht. Tatsächlich waren wir in der Oberstufe nicht einmal mehr wirklich gut in Wirtschaft und Recht. So viel also dazu.

Also was machen wir dann gerade? Wir studieren Erziehungswissenschaften im Master. Keine Angst, es klingt trockener als es ist. Das wir noch an die zwei Jahre dauern und dann geht es mit der Ausbildung los, die wir eigentlich machen wollen. Ich hoffe wir halten durch bis dahin. Wir fangen bald einen neuen Job an und müssen dafür den alten aufgeben, was nicht gerade eine einfache Entscheidung war. Ich hoffe es war die richtige. Unser momentaner Job ist nämlich klasse. 


Blume, Flower, Macro, Violett, HydeparkGleichzeitig sind unsere Träume momentan lauter als jemals zu vor. Ich frage mich manchmal wie viele Berufe ein Mensch gleichzeitig ausüben kann. Priorität hat momentan immer noch der Traum einer eigenen Praxis, gleichzeitig würde ich mir aber auch gerne ein paar Stunden jede Woche frei halten, um ein kleines Fotografen- Business aufzubauen. Außerdem wäre es immer noch der Wahnsinn irgendwann ein Buch zu veröffentlichen. Das Projekt, dass du vor ein paar Monaten angefangen hast, ist seit ein paar Tagen fertig. (Ja, wir haben fast sechs Jahre dafür gebraucht.) Mal sehen was daraus noch wird. Außerdem möchte ich ein Kinderbuch schreiben und illustrieren und fände es klasse, ab und an ein paar Prints meiner Bilder zu verkaufen. Kinder hätte ich auch irgendwann ganz gerne. Am besten 3. Du merkst schon das Problem: Wir leben gerade ein bisschen nach dem Motto „Dream big or go home“. Ich bin gespannt wie viel wir davon tatsächlich irgendwann erreichen und inwiefern sich unsere Träume im Laufe der Zeit verändern. Ich mache mir nichts vor. Manche Dinge lassen sich einfach nicht planen, ganz egal wie sehr ich es möchte. Aber ich bin mir auch ganz sicher, dass wir Träume brauchen um überhaupt zu wissen, in welche Richtung wir gehen sollen.

Also liebes 27. jähriges-ich: Dein 22. Jähriges-ich, würde gerne wissen, wie wir uns schlagen.

Falls euch Briefe dieser Art gefallen habe ich *hier* noch einen für euch. Jedoch war der an mein Grundschul-Ich gerichtet und wesentlich persönlicher.

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8 Kommentare

  1. Oh, das ist cool....
    Kenne ich von der Schulzeit. Glaub da war ich 12.
    Wir wollten auch einen schreiben, den wir an unserem 14 Geburtstag öffnen sollten.
    Ich glaub, hatte meinen nie geöffnet *lach*

    Schöner Post ;)
    Alles liebe

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    1. Wahrscheinlich, oder besser hoffentlich, habe ich mit 27 auch ganz andere DInge zu tun, um hieran noch zu denken. :D

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  2. Das hast du wirklich sehr treffend geschrieben, ich kenne das sehr gut.
    Die Idee ist wirklich toll! :)
    seraphinalikesbeauty.blogspot.de

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  3. Ein schöner Post! Ich wünschte ich hätte nicht immer den alten Text meiner "über mich" Seite gelöscht.. Schade eigentlich

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    1. Ja, da bin ich auch echt froh drüber. Ich war nie so der Typ, der Tagebücher schreibt und da ist das so das nächste was ich habe.

      Liebe Grüße,
      Franzi

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  4. Hallo, ich habe auf meinem Blog auch ein Revue auf mein jugendliches ICH in Form eines Gedichtes... Ist interessant zu sehen was davon eintraf. Ich bin mittlerweile 45 Jahre . Schau mal vorbei... http://meinsommerzimmer.klimmdesign.de/zukunftstraeume

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    1. Oh mach ich direkt! Sowas ist immer interessant.

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Ich freue mich immer über Kommentare, egal ob Lob oder konstruktive Kritik, Fragen oder Tipps oder andere Anmerkungen.

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