Deadline 24

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Deadline 24

Annette John

gebunden
Seiten: ca 375

Preis: 16.95 Euro
ISBN: 978-3-407-81081-6



Wenn die Welt wie ein böser Traum erscheint….
Seltsame Kreaturen bevölkern die Erde, die Welt liegt in Trümmern. Das Leben der jungen Sally gleicht dem einer Gefangenen: Weil mörderische Hybride das Land unsicher machen, darf sie die Kuppelfarm ihrer Familie niemals verlassen. Eines Tages hat Sallys Bruder Paul genug von der Enge des Daseins und haut ab. Aber Sally braucht ihren Bruder! Kurzentschlossen bricht auch sie auf ins gefährliche Land. Doch was als Suche nach Paul beginnt, entwickelt sich bald zu einem aberwitzigen Trip in die Abgründe der Welt: Geleitet und geschützt von Visionen eines mysteriösen Windmanns kommt Sally einem unfassbaren Geheimnis auf die Spur… 

Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut. Diese Wabenförmigen Raster, die wahrscheinlich den Kuppelzaun symbolisieren sollen, lassen das Bild wirken, als würde man durch die Augen eines Raubtiers blicken, vielleicht durch die eines Insekts. Im Hintergrund sieht man zwei große Vögel, die wohl Hybride darstellen sollen (obwohl man da ja laut Buch so direkt nicht sehen kann) und das Mädchen in der Bildmitte ist auch okay. Ihr Blick ist ein bisschen nichts sagend und ihre Körperhaltung wirkt irgendwie unmotiviert, aber das kann man ja ignorieren.
Sally lebt in einer Zeit, irgendwo in der Zukunft. Die alte Zeitzählung existiert nicht einmal mehr und das Leben erinnert kaum noch, an das unsrige. Seltsame Vögel, „Hybride“ genannt, bevölkern den Horizont und stürzen sich auf jeden Menschen, der ungeschützt unter den Himmel tritt. Deswegen leben die wenigen verbliebenen Menschen auf Farmen, die von einer gigantischen Drahtkuppel geschützt werden. Sally kommt dieser Zustand oft vor wie eine Gefangenschaft und auch ihrem Bruder scheint es ähnlich zu gehen. Als ein paar Fremde mit einem seltsamen Fluggerät auf der Farm landen, schließt Paul sich ihnen an und haut ab. Sally ist entsetzt und wagt das unmögliche: Sie verlässt die Kuppel und mach sich auf die Suche nach ihrem Bruder. Aber die Reise entpuppt sich als gefährlicher als sie je erwartet hätte und nach und nach kommt sie dem Geheimnis der Vergangenheit der Erde immer näher.
Annette John ist Mutter zweier Kinder und hat früh geheiratet. Sie schreibt Kurzgeschichten und hat bereits zwei Romane veröffentlicht. Ihr erster Roma „Das Geheimnis des Rosenhauses“ erschien 2007. Sie ist Deutsche und hat Germanistik und Romanistik studiert.
Deadline 24 befindet sich schon recht lange in meinem Besitz, ich habe mich aber irgendwie nie wirklich ran gewagt. Meine Erwartungen waren dementsprechend auch einfach nicht vorhanden und jetzt muss ich sagen, dass ich zwar nicht übermäßig enttäuscht worden bin, aber wirklich begeistert hat mich das Buch auch nicht.

Die Welt in der Geschichte wird recht gut beschrieben, aber es gab immer Dinge, die mir irgendwie aufgefallen sind. Wenn diese Hybride so gefährlich sind und der Draht der Kuppel ständig Löcher bekommt und geflickt werden muss, warum greifen die Vögel die Kuppel dann nicht einfach an und zerstören sie? Wenn irgendwo ein kleines Loch ist, finden sie das doch auch sofort. Was soll dieser Windmann und warum kann ihn nicht jeder sehen? Was genau ist bei Sally und ihrer Mutter anders und wieso? Man bekommt später zwar so halbe Erklärungen vor die Füße geworfen, aber ich hatte definitiv mehr als einen „What the hell?!“- Moment während dem Lesen. Generell war die ganze Auflösung der Geschichte einer dieser Momente für mich. Das hatte ich wirklich absolut nicht erwartet. Okay, das ist meistens ja was gutes, aber in dem Fall war das ganze einfach irgendwie zu viel.

Mit Sally konnte ich mich auch lange nicht anfreunden. Sie ist anfangs sogar erst 13 und ich hatte ehrlich gesagt keine so junge Protagonistin erwartet, vor allem, weil sie doch auch älter wirkt, als sie sein soll. Das wurde mit der Zeit aber besser. Sie liebt ihren Bruder und will ihn unbedingt finden. Sie hat einen sehr hohen Gerechtigkeitssinn und bringt sich selbst ständig in Gefahr, um anderen zu helfen. Sie ist also eigentlich ein Charakter den man gern haben kann. Etwas ungestüm und übereilt vielleicht und sehr kindlich, aber symphatisch.

Über Sallys Bruder erfährt man dagegen sehr wenig, ich muss aber sagen, dass ich ihn trotzdem nicht mochte. Er ist für seine 17 (?) Jahre furchtbar verantwortungslos und egoistisch und noch dazu eine untreue Tomate, auch im Bezug auf seine Familie und auf Frauen. Der Junge ist sogar verlobt und haut trotzdem ungeniert mit der Flugzeugtruppe ab, nur weil die einzige weibliche Passagierin hübsch ist. Und das obwohl er weiß, wie sehr seine Hilfe auf der Farm gebraucht wird. Mein „Urteil“: Setzt ihn irgendwo in der Wüste aus und gut ist, den fressen wahrscheinlich nicht einmal mehr die Monstervögel.
Die ganze Umgebung ist wirklich schön beschrieben. Ich konnte mir die Farm und auch die Welt darum herum gut vorstellen und empfand das Lesen durch den flüssigen Scheibstil auch als ganz angenehm. Trotzdem konnte mich die Geschichte, vor allem durch die Charaktere nicht wirklich fesseln. Sie wirkten auf mich entweder sehr blass und unausgearbeitet, oder einfach nur unsymphatisch, wodurch ich mich nicht wirklich auf die Geschichte einlassen konnte. Deswegen kann ich nur 2 von 5 Punkten geben.





Kennt einer von euch das Buch?
Liebe Grüße,



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1 Kommentare

  1. Schade eigentlich, die Idee klingt doch wirklich gar nicht schlecht =)

    LG
    Anja

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