Göttlich verloren

20:48:00


!!!Achtung!!!
Rezension zum zweiten Teil. Wer den ersten noch     nicht gelesen hat, muss mit  !!!Spoilern!!! rechnen. Die ließen sich leider nicht immer vermeiden.



Göttlich verloren

Josephine Angelini


Verlag: Cecilie Dressler Verlag
Preis: 19.95 Euro
ISBN: 978-3-791526263 




















Klappentext:
„Helen“, rief eine tiefe, unbekannte Stimme. Es war das erste Mal, dass Helen in der Unterwelt eine Stimme hörte. Und im ersten Moment war sie überzeugt, dass sie halluzinierte. Sie reckte immer noch krampfhaft den Kopf hoch, konnte ihn aber nicht drehen, ohne dabei im Treibsand unterzugehen. IN diesem Moment füllte der Sand ihre Ohren und sie konnte nicht mehr hören, was er ihr zuschrie. Alles, was sie noch sehen konnte, war das Aufblitzen von etwas Goldenem. Und dann spürte Helen unter der Oberfläche des Treibsands, wie eine warme, starke Hand ihre ergriff und daran zog.

Gestaltung:

Das Cover finde ich genau so schön wie das letzte. Die Grüntöne sind dunkler und haben einen leichten Blaustich, aber daran liegt es gar nicht. Der Gesichtsausdruck des Mädchens wirkt sehr ausdruckslos und irgendwie, naja, verloren? Das passt nicht nur perfekt zum Titel des Buches, sondern auch zur Geschichte. Das Buch selbst ist wie der letzte Band auch, grün marmoriert. Jedoch mit einem größeren Blauanteil. Das gesamte Cover ist, wie bei „Göttlich verdammt“, in einem goldenen Rahmen ein gefasst, auf dem typische Symbole der griechischen Sagenwelt abgebildet sind.Diesmal finde ich das englische Cover etwas schöner. Es ist geheimnisvoller und das Gewand des Mädchens wunderschön.

Darum geht es:
Die Familie Delos ist erschüttert. Um Helen zu retten hat Hector seinen eigenen Cousin getötet und sich dadurch zu einem Ausgestoßenen gemacht. Die Furien verlangen eine Blutschuld von ihm und deshalb kann er sich seiner Familie nicht mehr nähern, ohne bei ihnen den Wunsch zu wecken ihn zu töten. Er lebt bei Helens Mutter Daphne und versucht seiner neusten Cousine bei ihrer Mission zu helfen. Helen steht vor einem Berg an Problemen. Sie hat erfahren, dass sie Lukas Cousine ist und muss sich von nun an von ihm fernhalten. Außerdem ist sie dazu auserkoren die Scions von den Furien zu befreien und verbringt auf der Suche nach ihnen jede Nacht in der Unterwelt. Dort vergeht die Zeit nur sehr langsam und sie erleidet jedes mal höllische Qualen, die sie bis in ihr Bett begleiten. Der Schlafentzug macht ihr schwer zu schaffen. Sie träumt nicht mehr und wird immer schwächer. Trotzdem hat sie keine Wahl, denn sie kann die Reisen in die Unterwelt nicht kontrollieren. Außerdem ist sie es Hector und seiner Familie schuldig. Eines Nachts ändert sich ihre Situation plötzlich. Sie begegnet zum ersten mal einem Menschen in der Unterwelt...



Die Autorin:

Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren und lebt heute mit ihrem Ehemann in Los Angeles. Außerdem hat sie drei Katzen. Sie ist sehr interessiert an der griechischen Mythologie und hat dieses Hobby auch in ihren Büchern mit eingeflochten. 


Meine Meinung:
Der zweite Band hat mich mehr überzeugt als der erste. Die Charaktere sind ausgereifter und besser nachvollziehbar. Die Geschichte folgt einer klaren Handlungslinie. Alles läuft auf ein Ereignis heraus. Diesen Punkt hatte ich im ersten Band etwas vermisst. Helen ist stärker und erwachsener geworden. Sie hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen und geht daran langsam zu Bruch. Gerade jetzt, in dieser schwierigen Phase ihres Lebens, verliert sie auch noch die wichtigste Person in ihrem Leben. Sie liebt Lukas und wird von ihren Gefühlen und ihrem Gewissen langsam zerrissen. Sie weiß, dass eine Beziehung mit ihm noch unmöglicher ist, als zuvor, aber es fällt ihr trotzdem unheimlich schwer. Sie geht jede Nacht buchstäblich durch die Hölle und weiß einfach nicht, was sie tun muss. Tag für Tag wird sie dünner und schwächer, weshalb sich ihre Freunde immer mehr sorgen machen. Lukas leidet genau so. Er ist unheimlich wütend und der Hass auf alles und jeden zerfrisst in langsam. Er hat nicht nur seinen Cousin verloren, der für ihn immer wie ein Bruder war, sondern auch seine große Liebe. Um es Helen leichter zu machen, behandelt er sie wie Dreck und gibt ihr so die Möglichkeit ihn zu hassen. Ohne Erfolg. Ariadne stürzt sich in ihrer Verzweiflung in die Aufgabe Matt zu trainieren. Sie weiß, dass er niemals gegen einen Scion bestehen könnte, aber da normale Menschen unter Scions nie besonders lange überleben, will sie alles unternehmen um ihn zumindest eine Chance zu geben und um ihr eigenes Gewissen zu beruhigen. Sie und Matt sind längst mehr als Freunde, aber Ariadne will diese Gefühle nicht zulassen und ihn damit gefährden. Ihr Zwillingsbruder Jason hat ähnliche Probleme. Er und Helens beste Freundin Claire sind inzwischen ein Paar, aber er verabscheut den Gedanken, das zierliche Mädchen in Gefahr zu bringen. Deshalb übertreibt er oft und reagiert ständig über, wenn sie sich in die Angelegenheiten der Scions einmischt. Orion, der neue Charakter in diesem Buch, hat sein Leben lang auf der Flucht gelebt. Er ist Erbe zweier Häuser, weshalb die eine Hälfte seiner Familie ihn auf Grund der Blutschuld hasst und die andere wegen seinem Vater. Dieser hat um Orion zu beschützen ein Verbrechen begangen und ist deshalb ein Ausgestoßener. Er hat nie das Gefühl der Geborgenheit erlebt und die Unterwelt gibt ihm erstmals die Möglichkeit jemandem nahe zu sein und ihr zu helfen. Helen braucht Orion, denn in der Unterwelt hat sie keine Scionkräfte und ohne ist sie hilflos wie ein Kind. Orion dagegen ist stark und kann sie beschützen. Er wird ein wichtiger Part ihres Lebens. Sogar ein sehr wichtiger. Diesen Punkt fand ich etwas überflüssig. Ich bin kein Fan von Dreiecksbeziehungen und mich haben diese Szenen etwas zu sehr an den zweiten Band der Biss-Reihe erinnert, aber das ist Geschmackssache. Ähnlich ging es mir mit den veränderten Familienverhältnissen in diesem Band. Ich ziehe eigentlich ungern Vergleiche zwischen zwei Büchern, aber ich muss bei diesem Buch leider gleich noch einen ziehen. Die Chroniken der Unterwelt. Das macht das Buch zwar nicht automatisch schlechter, schließlich hat niemand das Patent auf diese Ideen, ist mir aber lediglich aufgefallen. Der Schreibstil ist unverändert gelungen und deshalb vergebe ich auch für den zweiten Band 4 von 5 Leaves.    
 

  
Vielen Dank an den den Dressler-Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars 



Der Song zum Buch:



Die Fortsetzung erscheint im Mai 2013:



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1 Kommentare

  1. Hey,
    Tolle Rezi ;) Ich hab "Göttlich verdammt" als Hörbuch gehört und es hat mir sehr gefallen. Diese ganzen Familiensache hat mich zwar nicht an die Chroniken der Unterwelt erinnert, sondern eher an Twilight :D
    Liebe Grüße :)
    Hayki

    PS: Hab für deine monatlichen Verlosungen Werbung auf meinem Blog gemacht :) Würde mich freuen, wenn du mal vorbeischaust :)
    (http://books-and-art.blogspot.de/p/gewinnspiele.html)

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